Häusliche Intensiv Pflege Tamme - Rhein Neckar Kreis und der Pfalz
        Individuelle 1:1 Versorgung 

Heimbeatmung

Die spezialisierte Versorgung invasiv und nicht-invasiv beatmeter Patienten erfordert hochqualifiziertes Fachpersonal. Sie zielt darauf ab, Lebensqualität zu erhalten, Komplikationen zu vermeiden und – wo möglich – eine Entwöhnung vom Beatmungsgerät (Weaning) zu fördern.

Die Behandlung unterscheidet sich grundlegend nach der Art der Beatmung:

1. Nicht-Invasive Beatmung (NIV)

Bei der NIV erfolgt die Atemunterstützung ohne künstliche Atemwege (z.B. über eine Nasen-, Mund-Nasen- oder Vollgesichtsmaske).

  • Einsatzgebiete: Häufig bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), neuromuskulären Erkrankungen oder Schlafapnoe.
  • Versorgungsschwerpunkt: Sicherstellung des korrekten Sitzes der Maske zur Vermeidung von Druckstellen und Leckagen, regelmäßige Hautpflege sowie das Schulen der Patienten im selbstständigen Umgang mit dem Gerät.

2. Invasiv-Beatmung

Hierbei wird die Beatmung über einen künstlichen Zugang zur Luftröhre (Tracheostoma) durchgeführt.

  • Einsatzgebiete: Bei schwerwiegenden neurologischen Erkrankungen, fortgeschrittenen Lungenerkrankungen oder nach langem Intensivaufenthalt.
  • Versorgungsschwerpunkt: Höchste hygienische Standards zur Infektionsprävention (z.B. Vermeidung von Lungenentzündungen), tracheale Sekretmanagement (regelmäßiges, aseptisches Absaugen), Überwachung der Vitalparameter und intensivmedizinische Gerätetechnik

Versorgungsformen

Abhängig vom Zustand des Patienten erfolgt die Versorgung in unterschiedlichen Settings:

  • Außerklinische Intensivpflege: Betreuung durch spezialisierte ambulante Pflegedienste in der eigenen Häuslichkeit oder in speziellen Intensivpflege-Wohngemeinschaften.
  • Stationäre Beatmungszentren: Für Patienten mit hohem Überwachungs- und Behandlungsbedarf, die nicht zu Hause versorgt werden können. Die Verordnung und Überwachung der Therapie erfolgt stets durch fachärztliche Pneumologen, Intensivmediziner oder Somnologen in enger Abstimmung mit Therapeuten (Physio- und Atemtherapie) und Pflegefachkräften.